Grüne Mode für Kinder

Grüne Mode für Kinder

Bei Babysits, 3 Leseminuten

Kinderhaut ist besonders empfindlich. Daher sollte ihre Kleidung so natürlich, bequem und nachhaltig wie möglich sein. Zum Glück wächst die Auswahl von Jahr zu Jahr.

Mit der Geburt des ersten Kindes erwacht bei vielen Jungen Eltern das ökologische Gewissen. Schließlich sollen die Kleinen in einer gesunden, lebenswerten Umwelt aufwachsen und eine positive Beziehung zur Natur aufbauen. Egal ob gesunde Lebensmittel in Bio-Qualität, naturbelassene Spielsachen in langlebiger Ausführung oder fantasievolle Kindermode aus nachhaltiger Produktion: Das Angebot für ökologisch orientierte Eltern wird von Jahr zu Jahr größer. Doch zugleich nutzen viele Trittbrettfahrer diesen Trend aus, um sich ein grünes Mäntelchen zu verpassen und die Konsument und Konsumentinnen hinters Licht zu führen.

Woran erkenne ich nachhaltige Kindermode?

Wer bei der Kleidung - egal ob für Kinder oder Erwachsene - eine ökologische Wahl treffen will, denkt zuerst ans Einkaufen. Doch das nachhaltigste Kleidungsstück ist eines, das nicht (mehr) produziert werden muss. Oft hilft es, einfach kurz zu überlegen: Welche Kleidungsstücke brauchen meine Kinder wirklich? Habe ich Freunde und Bekannte, deren Kinder vielleicht etwas größer als meine sind und von denen ich gebrauchtes Gewand ausleihen könnte? Oder gibt es einen Kinderflohmarkt oder einen Second-Hand-Laden, wo ich schicke Kindermode zu günstigen Preisen kaufen kann? Will man neue Kleidung für meine Kleinen kaufen, ist es gar nicht so einfach, eine ökologische Wahl zu treffen: Manche Anbieter erfinden ständig neue Logos, ohne genau zu erklären, welche Richtlinien sie dabei einhalten. Andere transportieren in ihrer Werbung das Bild einer heilen Welt, ohne einen nennenswerten Beitrag dazu zu leisten. Wieder andere schmücken sich mit Aussagen wie "Enthält Bio-Baumwolle", ohne zu sagen, wie hoch der Anteil am gesamten Kleidungsstück ist.

Schutz vor Greenwashing

Um diesem Greenwashing nicht auf den Leim zu gehen, lohnt es sich, auf vertrauenswürdige Gütesiegel zu achten. Eines der stärksten ist der Global Organic Textile Standard, kurz GOTS: Dieses Logo garantiert nicht nur die biologische Herkunft der Naturfasern, sondern auch die Einhaltung von strengen Sozialkriterien in der Produktion. Andere verlässliche Gütesiegel sind zum Beispiel iVN Textil, die FairWear Foundation oder die Clean Clothes Campaign. Wenn ein anderes Siegel drauf ist, kann man unter dem Label Kompass gut recherchieren, ob es vertrauenswürdig ist.


Oder man verlässt sich auf die jahrelange Erfahrung der Expertinnen der WeFair: Auf Österreichs größter Nachhaltigkeitsmesse, die zweimal pro Jahr in Wien und Linz stattfindet, präsentieren bis zu 200 Ausstellerinnen ihre innovativen Ideen, Produkte und Dienstleistungen für ein nachhaltiges Miteinander. Jeder einzelne wird einer strengen Prüfung unterzogen, ob die Produkte auch wirklich nachhaltig, biologisch und unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt sind. So können die Besucher und Besucherinnen zu 100 Prozent mit einem guten Gewissen einkaufen - für sich und für ihre Kinder.

Das Titelbild stammt vom Südtiroler Kindermodelabel CORA happywear.