Babysitting ist wahrscheinlich einer der allerbesten Nebenjobs: Erst mit Kindern spielen und dann entspannt auf dem Sofa vor dem Fernseher sitzen, sobald die Kinder im Bett sind. Und während du das tust, räumen deine Freunde im Supermarkt um die Ecke Regale ein, oder spülen Teller in einem Restaurant. Da schneidest du eindeutig besser ab!
Willst du babysitten zu deinem Hauptberuf machen? Wer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz selbstständig als Tagesmutter in der Kindertagespflege arbeiten will, benötigt eine offizielle Zulassung. Dafür sind einige Nachweise über deine Eignung als Tagesmutter notwendig, zum Beispiel ein polizeiliches Führungszeugnis und die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs am Kind. Die gesetzlichen Vorgaben und Vorgehensweisen variieren hierbei je nach Land und Bundesland, bzw Kanton. Informiere dich am besten direkt bei deiner zuständigen Behörde:
Wenn du eine Familie gefunden hast, bei der du gerne babysitten möchtest, dann raten wir dir dringend dazu, dich vor dem ersten richtigen Babysitten mit den Eltern und Kindern zu einem gemeinsamen Kennenlernen zu treffen. Nimm zu deiner eigenen Sicherheit eine weitere Person mit zu diesem Treffen (z.B. deine Eltern oder einen Freund), oder verabrede dich zunächst an einem öffentlich Ort, statt bei der Familie zu Hause. So kann das Kennenlernen in einem sicheren Rahmen stattfinden.
Trefft euch vor dem ersten Babysitten so oft es nötig ist, damit beide Seiten ein gutes Gefühl bei der Sache haben. Es kann auch sein, dass die Eltern dich erst einmal auf ihre Kinder aufpassen lassen, während sie selbst zu Hause sind. So kann sich jeder an den anderen gewöhnen und du kannst noch Fragen stellen, während die Eltern dabei sind. Das Babysitten findet bei dir zu Hause statt? Zeig den Eltern vorab deine Wohnung, damit sie wissen, in was für ein Umfeld sie ihr Kind geben.
Bist du zufrieden mit dem ersten Kennenlernen? Dann können verbindliche Absprachen getroffen werden. Füllt zusammen das Aufnahmeformular aus, geht gemeinsam alle darauf gestellten Fragen durch, und bewahr das Formular danach gut auf.
Babysits hat einen eigenen Nachrichtendienst für die Kommunikation zwischen Nutzern. Kommuniziere zu deiner eigenen Sicherheit nur direkt über Babysits. Nur so können wir deine Kommunikation schützen, damit deine Erfahrung so positiv wie möglich ist. Es ist praktisch unmöglich für uns, dir zu helfen, wenn deine Kommunikation offline oder über andere Nachrichtendienste (z.B. WhatsApp) stattfindet, da wir keine Aufzeichnungen dieser Gespräche haben.
Geh vor dem ersten Babysitten dieses Formular gemeinsam mit den Eltern durch. So könnt ihr einigen Problemen entgegenwirken, bevor sie überhaupt auftauchen.
Überprüfe deinen Terminkalender: Du solltest ganz sicher sein, dass du einen Babysittingtermin auch wirklich einhalten kannst, bevor du eine Zusage machst. Frage die Eltern, wann genau du zum Babysitten kommen sollst und wie lange es dauern wird. Wenn du in dem Zeitraum nicht kannst, biete an, vielleicht ein anderes Mal zu babysitten. Wenn du zur Schule oder zur Arbeit musst, kannst du in diesen Zeiträumen nicht babysitten.
Erfrage genaue Anweisungen für die Betreuung von Babys: Wenn du auf ein Baby aufpasst, sorge dafür, dass die Eltern dir genaue Anweisungen zur Pflege ihres Babys geben. Du musst zum Beispiel wissen, wo du alle benötigten Utensilien wie Windeln, Schnuller, usw finden kannst.
Sprich ab, welche Haushaltsgegenstände du benutzen darfst: Babysittest du im Haus der Eltern? Mach dann nicht einfach den Fernseher an, nimm dir nicht einfach etwas aus dem Kühlschrank und benutze nicht einfach das Telefon. Sprich immer im Vorhinein ab, was du benutzen darfst und was nicht. Das beugt Streit vor und hat auch praktische Gründe: Wenn du zum Beispiel den ganzen Abend das Telefon für deine Privatgespräche besetzt hältst, können die Eltern dich telefonisch nicht erreichen.
Erkundige dich nach den Hausregeln: Frag die Eltern, ob sie im Zeitraum des Babysittens möglicherweise einen Besucher erwarten (z.B. ein anderes Familienmitglied), und ob du ans Telefon gehen sollst. Vielleicht ist es besser, wenn die Eltern einen Anrufbeantworter einrichten, damit du nicht abgelenkt wirst. Schließlich bist du da, um auf die Kinder aufzupassen. Es gibt keinen Anrufbeantworter? Dann kannst du mit den Eltern vereinbaren, dass du nur bei Anrufen von bestimmten Nummern ans Telefon gehst.
Erkundige dich nach den Interessen der Kinder: Was finden die Kinder gut? Je nach Alter und Charakter haben Kinder unterschiedliche Interessen und Lieblingsaktivitäten.
Kinderbetreuung erfordert immer ein gewissen Maß an Geduld, Einfühlungsvermögen und Übung, wie man mit welchen Situationen am besten umgeht. Was ist zum Beispiel zu tun, wenn ein Kind den Tisch während des Essens in ein Schlachtfeld verwandelt, oder wenn ein Baby die Windel voll hat?
Schreib dir die folgenden Informationen auf: Adresse, Handy- und Festnetznummer der Familie, bei der du babysittest, die Namen der Kinder, eventuelle Allergien der Kinder und gegebenenfalls Notfallnummern. Frage auch, wo sich der Erste-Hilfe-Koffer befindet.
Öffne niemals Fremden die Tür: Wenn es an der Tür klingelt, mach nur auf, wenn du jemanden erwartest und du dich versichert hast, dass tatsächlich diese Person vor der Tür steht. Schau also erst durchs Fenster, oder durch den Türspion. Frage die Eltern außerdem vorher, ob sie im Zeitraum des Babysittens einen Besucher erwarten. Wenn du dir unsicher bist, kannst du jederzeit die Eltern anrufen, oder die Tür einfach nicht öffnen.
Überleg dir vorher, was du während des Babysittens machen willst: Du kannst mit den Kindern zum Beispiel basteln, malen, oder das Lieblingsspiel der Kinder spielen. Unternimm Dinge mit den Kindern, die sie toll finden und die nicht deine oder die Sicherheit der Kinder gefährden. Die Sicherheit der Kinder zu garantieren ist deine wichtigste Aufgabe als Babysitter! Außerdem musst du dich gut um die Kinder kümmern, vor allem, wenn sie noch sehr jung sind. Dabei hilft es immer, wenn du selbst gut gelaunt und positiv gestimmt bist!
Behalte die Kinder immer im Auge: Wenn du auf mehrere Kinder aufpasst, sorge dafür, dass du dich mit allen Kindern zusammen im gleichen Raum aufhältst, damit du alle gleichzeitig im Blick hast. Wenn du auf ältere Kinder aufpasst, sorge dafür, dass sie sich im Haus aufhalten, oder wenn sie alleine nach draußen gehen wollen, dann nur in den eigenen Garten. Bei kleinen Kindern musst du immer in Sichtweite bleiben. In jedem Fall musst du dafür sorgen, dass kein Kind in die Nähe einer Straße, oder anderer Gefahrenquellen kommt.
Spiel mit den Kindern: Die Kinder werden es toll finden, mit dir zu spielen! Zögere auch nicht, nach draußen zu gehen und dir die Hände schmutzig zu machen. So macht es allen am meisten Spaß! Die meisten Kinder haben das Bild eines gutgelaunten, fürsorglichen und vertrauenswürdigen Babysitters im Kopf. Behalte im Hinterkopf, dass die Kinder wahrscheinlich weitererzählen, wie toll sie den Babysitter fanden. Trau dich also, du selbst zu sein und mitzuspielen!
Halte dich an die Bettzeit, die du mit den Eltern vereinbart hast: Lass die Kinder nicht frühzeitig einschlafen oder später ins Bett gehen. Wenn die Kinder zu früh ins Bett gehen, werden sie später wieder wach und können danach nicht mehr einschlafen! Bring die Kinder zu der Uhrzeit ins Bett, an die sie gewöhnt sind. Wenn eins der Kinder anfängt zu weinen, gib ihm sein Lieblingskuscheltier oder seinen Schnuller. Wenn ältere Kinder länger aufbleiben wollen, sage ihnen, dass sie jetzt sowieso nicht mehr spielen dürfen und es deswegen sowieso keinen Spaß macht, länger wach zu bleiben. Du würdest jetzt sowieso nicht mehr mit ihnen spielen. Wenn ein Kind trotzdem noch weint, kommt das wahrscheinlich durch die Müdigkeit. Das Kind wird letztendlich auch einschlafen. Sieh nach dem Schlafengehen so oft nach den Kindern, wie du es für nötig erachtest.
Räume auf, bevor die Eltern nach Hause kommen: Denk daran, Spielzeug und gebrauchtes Geschirr wieder wegzuräumen. Hinterlasse das Haus so, wie du es vorgefunden hast. So machst du den Eltern eine besondere Freude. Niemand möchte beim Heimkommen einen Saustall vorfinden.
Manchmal ist es schöner, zu zweit zu babysitten. Das gilt vor allem, wenn man auf mehrere Kinder aufpasst, denn vier Augen sehen mehr als zwei. Und wenn die Kinder im Bett sind, kann man sich gegenseitig Gesellschaft zu leisten. Wenn du gerne gemeinsam mit einem Freund oder einer Freundin babysitten würdest, sprich einfach mit den Eltern über deinen Vorschlag!