Top Tipps für Picky Eater

Top Tipps für Picky Eater

Bei Babysits, 10 Leseminuten

Was soll ich machen, wenn mein Kind nur eine bestimmte Mahlzeit möchte oder sein Gemüse nicht essen will? Keine Sorge, wir erklären dir, was Picky Eating ist, warum es auftritt und wie du damit umgehen kannst! Lies weiter, für Tipps für den Umgang mit einem Picky Eater in deiner Familie.

Anzeichen, dass dein Kind ein Picky Eater ist

Zunächst fragst du dich vielleicht: Was ist überhaupt ein Picky eater? Laut Forschungen, sind diese aufgelisteten Punkte die häufigsten Merkmale für einen Picky Eater (und auch Anzeichen dafür, dass dein Kind ein Picky Eater sein könnte).

7 Anzeichen dafür, dass dein Kind ein Picky Eater ist

  • Sie essen langsamer als andere Kinder in ihrem Alter
  • Sie essen nur eine begrenzte Menge an Essen
  • Sie lehnen sehr oft Essen ab (besonders bei Obst und Gemüse)
  • Sie fragen ständig nach der gleichen Mahlzeit
  • Sie weisen neues Essen ab
  • Sie bevorzugen Trinken
  • Sie haben sehr hohe Nahrungspräferenzen

Wenn dein Kind mehrere dieser Merkmale und Verhaltensweisen aufweist, kann es auf Picky Eating hindeuten.

Warum ist mein Kind ein Picky Eater?

Ursachen für Picky Eating

Es gibt viele Theorien darüber, warum ein Kind ein Picky Eater wird, allerdings sind sich die Studien nicht alle einig. Laut Cambridge, sind mögliche Ursachen für Picky Eating: demografisch, Erziehungsmethoden, frühe Esspraktiken und psychosoziale Faktoren.

Eine Studie von Yale gibt an, dass die Vorliebe von Snacks auch durch die Verpackung beeinflusst wird. Kinder in dieser Studie bevorzugten Essen mit ihren Lieblings Zeichentrickfiguren auf der Verpackung, als Verpackungen ohne Bilder. Also, dieser kulturelle Faktor kann auch Einfluss auf wählerische Verhaltensweisen haben.

Was sind die Folgen von Picky Eating?

Wenn ein Kind ein Picky Eater ist, heißt es nicht unbedingt, dass es ungesund ist. Picky Eating ist meistens bloß eine Phase in der Kindheit, die kommt und geht. Viele Studien über Picky Eating widersprechen sich bei Unter- und Übergewicht in der Kindheit.

Allerdings ist der Kinderarzt die sinnvollste Anlaufstelle um dieses Thema anzusprechen. Ein Kinderarzt kann nämlich die beste Vorgehensweise für jedes Kind individuell anpassen.

Top Tipps für den Umgang mit Picky Eating

Was kannst du also gegen Picky Eating tun? Schau dir unsere Infografik an und lese weiter unten unsere besten Tipps für den Umgang mit Picky Eating!

Umgang mit Picky Eating

1. Gestalte Essen unterhaltsam für Kinder

Lass deine Fantasie freien Lauf und machen das Essen zu einem lustigen Erlebnis. Nach einem langen Arbeitstag ist dir nicht nach Kreativität zumute? Kein Problem, wir sind hier, um zu helfen! Hier haben wir ein paar tolle Ideen zusammengestellt, mit denen du das Essenserlebnis deiner Kinder verbessern kannst. * Einfache Dinge wie Einzigartige Formen oder Farben beim Essen können einen großen Einfluss auf das Essverhalten eines Picky Eaters haben.

Eine weitere Möglichkeit, bestimmte Lebensmittel attraktiver zu gestalten, ist die Erstellung von Figuren und Tieren mit Obst und Gemüse. Diese einfach zuzubereitenden Pfannkuchen und gesunden Weihnachtsrezepte können dir helfen, die nötige Inspiration zu bekommen.

Easy Pancakes for Kids

Gesunde Pfannkuchen für Kinder!

Christmas fruit tree

Gesunde Snacks für Weihnachten!

Schau bei Yamo vorbei für mehr gesunde Rezeptideen!

  • Mit einem Mixer kann man die Konsistenz und die Farbe von Lebensmitteln verändern. Das hilft nicht nur, Gemüse im Essen der Kinder zu verstecken, sondern macht den Kindern auch Spaß, wenn sie sehen, wie sich das Essen "verwandelt".

  • "Spiel nicht mit deinem Essen." - das ist eine häufige Bemerkung von Eltern am Esstisch. Aber warum nicht? Das Spielen ist eine großartige Gelegenheit, den Verzehr gesunder Mahlzeiten zu einem spannenden Ereignis zu machen!

Eine lustige Idee wäre, ein Spiel für Gemüse und Obst zu machen. Zum Beispiel, Karten mit Bildern der Lebensmittel zu erstellen und auf die Rückseite der Karte die Vorteile der jeweiligen Obst- und Gemüsesorten zu schreiben. Die Kinder müssen dann die Vorteile auswendig lernen → "Blaubeeren stärken das Immunsystem", "Spinat macht uns stärker. ".

2. Neues Essen einbringen

Wenn es um die Ernährung eines Picky Eaters geht, kann es schwierig sein, Rezepte zu finden, die gesund sind und gleichzeitig gut schmecken. Deshalb empfehlen wir diese Methode, damit dein Kind gesünder isst: Mische neue Lebensmittel in die Gerichte. Bereite also die Bolognese mit Gemüse zu, gebe Obst zum Eis oder Joghurt und mach Apfelpfannkuchen anstatt normale Pfannkuchen. Das Wichtigste dabei ist, dass du Gemüse oder Obst verwendest, die dein Kind bereits mag!

3. Beziehe die Kinder in die Zubereitung und Wahl der Gerichte ein.

Kochen kann eine wirklich tolle Aktivität für die ganze Familie sein! Außerdem kann es für einige Picky Eaters eine gute Lösung sein, wenn sie beim Kochen oder Wahl der Gerichte mitentscheiden können.

Wenn sie Mitentscheidungsrecht bei den Gerichten haben und sogar beim Kochen mithelfen dürfen, sind Kinder in der Regel weniger wählerisch, wenn es um das Essen geht!

Hier sind ein paar Ideen wie man einen Picky Eater in die Küche locken kann:

  • Lass deine Kinder ein Rezept aussuchen. Am besten ist es, wenn du ihnen einige Rezeptideen zur Auswahl gibst.
  • Mach ein Spiel daraus: Verteile die Rollen, frage deine Kinder (zum Beispiel) "Finde und bringe mir [gewünschte Obst- oder Gemüsesorte]" und stelle alle anderen Regeln auf, die du für dein Spiel brauchst.
  • Nehme deine Kinder mit auf den Markt oder in den Supermarkt und zeige die unterschiedlichen Gemüsesorten.
  • Lass Musik laufen und lass deine Kinder beim Kochen helfen, indem du ihnen altersgemäße Aufgaben gibst, wie z. B.:

    • Teig mischen
    • Gemüse waschen
    • Zutaten aufzählen und aufsagen (sehr nützlich, um ihren Wortschatz zu erweitern und das Zählen nochmal zu üben!)
    • Den Tisch decken
  • Wenn deine Kinder alt genug sind, kannst du sie das Rezept vorlesen lassen! Das ist ein toller Weg, um gleichzeitig das Lesen nochmal zu üben.

Wenn Kinder mit in die Küche einbezogen werden, lernen sie den Umgang mit verschiedenen Lebensmitteln und wer weiß, vielleicht entpuppt sich ja jemand als ein kleiner Sternekoch!

Lust auf neue Rezeptideen? Schau dir unsere Rezepte für Kinder an!

4. Finde die richtigen Vorbilder

Genauso wie Vorbilder einen negativen Einfluss auf die Essgewohnheiten von Kindern haben können, können Vorbilder auch einen positiven Einfluss haben. Wenn man zum Beispiel Popeye sieht, der Spinat isst und dadurch stärker wird, kann dies dazu führen, dass Spinat doch ganz lecker aussieht.

S

Zudem gelten Eltern und Geschwister zu den wichtigsten Vorbilder für Kinder. Achte also darauf, dass du selber so isst, wie du es dir für deine Kinder wünschst. Wenn du ein positives Vorbild bist, kann es deinem Kind helfen weniger wählerisch mit Essen umzugehen.

5. Gebe ihnen die Zeit, sich an neue Lebensmitteln zu gewöhnen

Die Studie Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics aus dem Jahr 2014 hat gezeigt, dass Kinder bis zu 12-30 Mal ein neues Lebensmittel probieren müssen, bevor sie wissen ob sie es mögen. Bringe die neuen Lebensmittel Schritt für Schritt näher und sei geduldig.

Vermeide die häufigsten Fehler

Es gibt auch einige Dinge, die man im Umgang mit einem Picky Eater vermeiden sollte. Wir haben die häufigsten Fehler, die man vermeiden kann unten aufgelistet.

Werde nicht ungeduldig oder schreie deine Kinder nicht an

Natürlich können Diskussionen mit Kindern etwas anstrengend sein. Aber es ist wichtig, dass du diese Erschöpfung und Frustration nicht in Form von Ungeduld oder Schreien heraus lässt.

Laut den New York Times und einer 2014 Studie in The Journal of Child Development, leiden Kinder, die zu Hause angeschrien werden, häufiger unter:

  • Hohe Angststörungen,
  • Stress und Depressionen
  • Auffällige Verhaltensprobleme

Lasse stattdessen die Situation immer abkühlen, wenn du frustriert bist und spreche das Thema zu einem anderen Zeitpunkt wieder an.

Nutze Nachtisch nicht als Belohnung oder Bestrafung

Der Nachtisch ist für Kinder in der Regel die beste Mahlzeit des Tages… Da scheint es ziemlich verlockend, hier die Kontrolle darüber zu haben, was die Kinder essen oder nicht essen, oder?

Aber, laut Forschungen, bewirkt diese Methode eher das Gegenteil und verschlimmert die Essgewohnheiten der Kinder eher.

Süßigkeiten, Chips oder Cola als Belohnung führt oft dazu, dass Kinder zu viele zucker- und fetthaltige Lebensmittel und ungesunde Kalorien essen. Schlimmer noch, es beeinträchtigt die natürliche Fähigkeit, ihr Essverhalten zu regulieren. Es kann nämlich dazu führen, dass Kinder anfangen zu essen, obwohl sie keinen Hunger haben, einfach um das Gefühl zu kriegen, dass sie jetzt belohnt werden.

Sage nicht: "Das wird er nicht mögen!", wenn ein bestimmtes Lebensmittel vorgeschlagen wird.

Wenn du mit "das wird er nicht mögen" antwortest, wird das Kind diese Nahrung automatisch mit Negativität konnotieren. Das Kind denkt dann vielleicht, dass es ihm wirklich nicht schmecken wird, weil du es gesagt hast, auch wenn das Kind dieses Essen noch nie probiert hat.

Essen nicht aufzwingen

Alle Eltern von Picky Eater stehen vor dem ultimativen Dilemma: *Lässt man sie vom Haken, wenn sie ihr Gemüse nicht essen, oder zwingt man sie, alles zu essen, was auf dem Teller liegt, auch wenn die Kinder es nicht mögen?

Wenn das Essen auf dem Teller hin und her geschoben wird, wenn genörgelt wird, dass nicht gegessen werden will oder aufgestanden werden will, ist man oft dazu geneigt Sachen zu sagen wie “nur noch ein paar Bissen” oder..

Forscher der Universität Michigan stellten fest, dass das Erzwingen einer Mahlzeit, nicht mit einer Gewichtsveränderung oder einer Änderung ihres Verhaltens gegenüber Lebensmitteln verbunden ist. Es könnte sogar viel problematischer sein und zu Problemen bei Essenszeiten führen und die Beziehung zwischen Eltern und Kindern schädigen.

Die Studie zeigt, dass das Erzwingen, zu mehr Picky Eating führt, nicht zu weniger. Es deutet darauf hin, dass dieser Druck dazu führen kann dass eine Störung bei der Selbstregulierung des Essens auftreten kann. Mit anderen Worten: Das Sättigungsgefühl wird abgeschwächt, was sich auf den Instinkt auswirkt, mit dem Essen aufzuhören.

Obwohl wir natürlich immer noch empfehlen, eine Vielzahl von Lebensmitteln zu essen, sollte man darauf achten, nicht zu kontrollierend zu sein.


Wir hoffen, dass du diese Tipps als Leitfaden für Picky Eater nutzen kannst und sie dir helfen, deine Kinder besser zu verstehen und ihnen zu beizustehen.

Lust auf noch mehr Rezeptideen für Picky Eater? Schau dir unsere Rezeptideen an und gehe auf den Blog von Yamo um noch mehr Tipps für gesunde Nahrung zu erhalten!

Guten Appetit!